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About Yin Yoga

Aktualisiert: 29. Sept 2018


Yin Yoga ist ein ruhiger, passiver und regenerierender Yogastil. Es geht dabei um Loslassen und ins innere kehren. Körperlich und mental tiefer eintauchen. Yin Yoga hilft uns, tief in unser Bewusstsein einzutauchen um im Hier und Jetzt anzukommen. Der Fokus liegt auf dem erSpüren und erFühlen, sowohl auf körperlicher, als auch auf geistiger Ebene.


Die Haltungen - also die Körperübungen - werden meist liegend oder sitzend ausgeführt und im Schnitt zwischen 3 und 10 Minuten gehalten, denn erst nach 1,5 bis 2 Minuten beginnen wir unsere Muskelkraft richtig loszulassen. Nach dieser Zeit öffnen wir uns und können somit die tieferen Schichten des Körpers erreichen, somit gelangen wir in Regionen die sonst eher selten erreicht werden. Auch unsere inneren Organe werden durch das lange Verweilen sanft massiert. Durch Yin Yoga lernen wir, mit viel Achtsamkeit und Feingefühl, unsere Grenzen besser kennen zu lernen und wahr zu nehmen, Dadurch beginnen wir auf unsere Signale zu hören um rechtzeitig reagieren zu können.


Dieser Yogastil zielt darauf ab, unsere Gelenke, das Bindegewebe und die Faszien geschmeidig zu halten. Diese bekommen neue, frische Energie. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und mit Knochen und Gelenken in Beziehung steht. Yang steht für die männliche Energie, welche mit Muskelkraft und Bewegung in Verbindung stehen. Ohne Yin kein Yang und umkehrt. Das eine kann ohne dem anderen nicht existieren.


Yin Yoga richtet sich auch nach der TCM – Traditionell Chinesischen Medizin. Genauso wie in der TCM gibt es im Yin Yoga auch 5 Säulen. Die 5 Grundgefühle, wie z. B. Angst, Traurigkeit, Freude. Durch das lange halten der Körperhaltungen kommen Gedanken, Emotionen auf – eben diese Grundgefühle. Durch das hinein spüren können solche Blockaden, Gedankenmuster gelöst werden, man hat genug Zeit Antworten zu finden, zu überlegen was blockiert mich, was ist mein Weg – mein Herzenswunsch, was löst dieses Gefühl in mir aus. Ein Spiegel deiner Selbst. Das Ego loslassen. Somit kann auch das Chi wieder fließen.



Chi bedeutet Lebenskraft, Lebensenergie wie das Prana. Beim Yin Yoga kann man das Chi durch Übungen der 5 Elemente aktivieren. Diese sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Durch speziell abgestimmte Körperhaltungen werden die Meridiane stimuliert. In der TCM sind Meridiane energetische Kanäle. Energielaufbahnen die durch unseren Körper führen. Und in diesen Energielaufbahnen fließt unser Chi. Diese Meridiane ziehen sich durch unseren gesamten Körper. Sind sie blockiert, kann die Energie nicht mehr in seinen Bahnen fließen. Dies kann körperlichen und /oder psychische Beschwerden auslösen. Darum sollte man stets darauf achten dass unsere Energie fließen kann.


ÜBER DIE TCM UND DIE 5 WANDLUNGSPHASEN

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eine über 2000 Jahre alte Heilkunde. So studierten vor tausenden Jahren Menschen die Naturgesetze um zu verstehen und erklären zu können wie alles entstand und wie wir mit dieser Dualität leben. Sie ordneten sich den Gesetzen und den Rhythmen der Natur unter. So wie bei den Yogis, glauben auch die Chinesen an die Gesamt- und Einzigartigkeit des Menschen.

CHI die Lebensenergie, ist zu vergleichen mit dem Prana im Yoga. Es ist die Lebensenergie, unsere Lebenskraft. Unsere Organe, das Skelett, die Muskulatur, Faszien sowie unsere Nerven werden über das System der Meridiane mit Chi versorgt.

MERIDIANE sind unsere Energieleitbahnen (wie die Nadis im Yoga). Sie bilden ein Netzwerk und ziehen sich durch den gesamten Körper. Ihre Aufgaben besteht darin, Chi und Blut zu transportieren, die Sehen und Knochen feucht zu halten, eine innere Verbindung im Körper zu schaffen, die Organe zu nähren, sowie die Verbindung von innen mit außen. Es gibt insgesamt 72 Meridiane (welche auch für die Akupunktur wichtig sind).12 davon sind Hauptmeridiane, 2 sind Sondermeridiane.

Aus YIN und YANG entstehen die Fünf Elemente, die die Welt in ihrem Erscheinungsbild hervorbringen, gestalten, aufrechterhalten und wieder auflösen. Yin und Yang sind die traditionellen Ordnungsprinzipien der chinesischen Weltsicht. Das eine Prinzip kann ohne das andere nicht existieren.

Yin ist die weibliche, die passive Seite. Die Bewegungsrichtung ist absteigend.

Yang ist die männliche, aktive Seite. Die Bewegungsrichtung ist aufsteigend.

Die wie ein „S“ geschwungene Trennlinie steht für das ineinanderfließen von Yin und Yang. Das Symbol soll verdeutlichen dass das Eine ohne dem Anderen nicht existieren kann. So wie es kein Yin ohne Yang gibt, gibt es auch keinen Schatten ohne Licht. Bei einem gestörten Zusammenspiel zwischen Yin und Yang tauchen Blockaden auf. Wir fühlen uns in unserer Befindlichkeit gestört. Wird dies nicht erkannt und behoben können daraus Symptome und letztendlich Krankheiten entstehen. Yin wird im menschlichen Körper der unteren Hälfte zugeordnet. Yang der Oberen. Yin der Vorderseite des Körpers, Yang der Rückseite. Organe und Knochen unterliegen dem Yin, Muskeln und Haut Yang.

DIE FÜNF ELEMENTE Auch sie haben eine große Bedeutung in der chinesischen Philosophie. Die Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet und befinden sind in stetiger Bewegung und Beziehung zu einander. Auch hier gilt: Das eine existiert nicht ohne das andere Element. Sie werden deshalb auch die 5 Wandlungsphasen genannt. Es gibt 4 Zyklen:

Nährungs-Zyklus. Ein Element nährt das Andere, ist eines krank, wird das darauffolgende auch krank. Holz lässt Feuer brennen. Es entsteht Asche- Asche reichert die Erde mit Nährstoffen an. Erde bringt Erze – Metall - hervor. Spurenelemente – Metall - beleben Wasser- Wasser nährt Bäume und Pflanzen, somit das Holz.

Da die Elemente alle miteinander verbunden sind, können sie auch geschwächt werden, dies nennt man den Schwäche-Zyklus. Es entspricht der Beziehung von Großmutter und Mutter, die Mutter schwächt die Großmutter- die Schwächen des Vorgängers: Feuer verbrennt Holz. Holz saugt Wasser auf. Wasser korrodiert Metall. Metall zieht Mineralien aus der Erde, die Erde erstickt das Feuer.

Der Kontroll-Zyklus entspricht der Beziehung Großmutter-Kind, soll heißen auf den Nachfolger. Wasser löscht Feuer. Feuer schmilzt Metalle. Eine Axt – Metall - spaltet Holz. Bäume und Pflanzen – Holz - entziehen der Erde Nährstoffe. Die Wurzeln halten die Erde zusammen. Dämme aus Erde halten das Wasser auf. Somit wird das Wasser von der Erde verschmutzt.

Der letzte Zyklus ist der der Schädigung. Dies wiederum entspricht der Beziehung Kind-Großmutter. Sprich auf den Vorgänger. Wasser weicht Erde auf, die Erde erstickt das Holz. Holz macht Metall stumpf, Metall nimmt Hitze - Feuer - auf. Das Feuer verdampft das Wasser.

Einen großen Dank an dieser Stelle an Tanja Seehofer die mich und viele andere Yogis in die Lehre des Yin Yogas eingeweiht hat. Ihr Unterricht, sowie ihre Bücher sind eine Inspiration und haben ich dazu gebracht dieses Wissen weiter zu geben. Herzlichen Dank liebe Tanja!


photocredit: privat

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